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Traditionelle “ Tanzhaus” Musik:
Die traditionellen Musiker und Tänzer haben von den Älteren oder voneinder gelernt. Die Musik wurde von den Tänzern entlohnt, auch wenn sie es nicht als Arbeit anerkannten. Die meisten Musiker pflegten nicht nur in ihren Heimatdörfern, sondern auch an anderen Orten zu Spielen. In ethnisch gemischten Dörfern kannten die Musiker auch das Repertoire der anderen Nationalitäten. In Siebenbürgen gibt es “mehrsprachige” Gruppen, die z.B. für Ungarn, Zigeuner und Rumänen spielen können. Der Musiker muß sich den Tänzern unterordnen können: Ein guter Musiker kennt die jeweiligen Lieblingsmelodien und paßt sich dem Tempo der Tänzer an. Nach diesen Prinzipien wird das táncház heute in Siebenbürgen nur noch in wenigen Orten praktiziert.

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Das moderne ”Tanzhaus”
D:ie Tanzhaus-Bewegung übernahm das Modell des ursprünglichen Tanzhauses: zu Volksmusik wird Volkstanz getanzt. Dennoch gibt es gravierende Unterschiede.
- Das moderne táncház stellt nicht mehr nur die Unterhaltungsform des Bauernvolkes (homogene Dorfgemeinschaft) dar, sondern dient auch zur Unterhaltung heterogen zusammengesetzter Stadt-bewohner.
- Das ursprüngliche Tanzhaus bietet nur denjenigen Unterhaltung, die bereits tanzen und singen können. Das Publikum der städtischen Tanzhaus konnte von der älteren Generation die Traditionen nicht mehr erben, und benötigt daher Unterricht. Die Lehrer, meistens ein Paar, geben eine Unterrichtsstunde zu Beginn des Tanzhauses. Anschließend unter-richten sie die Anfänger im hinteren Teil des Raumes, während die Erfahrereren vor den Musikern tanzen.



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Tanzhaus ist keine Bühenproduktion, sondern eine Form der Unterhaltung, in der Volksmusik und Volkstanz in ihrer originalen Form und Funtion ernscheint.
- Die Volkstanzbewegung ist eine Gesamtheit von kleinen Gemeinschaften, in denen die Teilnehmer aktiv sind, keine passiven Zuschauer oder Zuhörer darstellen.
- Seit den Anfängen handhabt die Volkstanzbe- wegung neben den ungarischen Volkstraditionen das Folkloregut der in Ungarn vorhandenen, bzw. ausländischen Nationalitäten als qualitativ gleich- wärtig und atunom.
- Tanzlehrer und Musiker leiten das táncház gemeinsam. Die Kapellen spielen eine grössere Rolle; oft werden die Musiker von den Tanzlehrern ausgewählt.
- Es werden nicht nur die Tänze und Lieder einzelner Dörfer genutzt, statt dessen wechseln die verschiedenen Tanzordnungen. Die Tanzordnung (Tanzsuite) bedeutet die Desamtheit der Tanztypen eines Dorfes oder einer Region, in der die Tänze in einer bestimmten Reihenfolge aufeinander folgen.

Die Ursprünge des táncház:
Das ungarische Wort táncház (=Tanzhaus) hat eine doppelte Bedeutung. Einerseits bezeichnet es den Ort, andererseits die Gelegenheit zum Tanzen. Der Ort war im Kreis des ungarischen Bauernvolkes meistens das Witrshaus bzw. der Vorplatz. Siebenbürgen bildet in dieser Hinsicht eine Ausnahme, da der Tanzort der Jugendlichen ein eigens eingerichtetes Bauernhaus ist. Táncház ist hier Nicht-Verheirateten vorbehalten. Verheiratete dürfen lediglich bei Festen, Hochzeiten und auf Bällen tanzen. Die Musik und der Tanz wurden auf traditionelle Weise, ohne schriftliche Überlieferung, von Generation zu Generation vererbt. Schon den Kleinkindern wurden immer wieder Gelegenheiten geboten, die Tänze zu erlernen. In jedem Dorf wurden nur die lokalen Tänze getanzt. Wenn in einem Dorf mehrere Nationalitäten zusammen lebten (wie in Siebenbürgen nicht selten die Ungarn, Rumänen, Zigeuner und Deutsche (Sachsen), dann erlernten die einen die Tänze der anderen, und bei gemeinsamen Veranstaltungen werden alle Tänze getanzt. Táncház war lange Zeit fast die einzige Unterhaltungsform der Jugendlichen auf dem Land.

Das Dorf oder ein Teil der Jugendlichen eines Dorfes wählte seine “Bürgen” selbst, sie bürgten für den reibungslosen Ablauf einer Veranstaltung. Ferner wählten sie den Raum aus, mieteten ihn, organisierten die Musiker, regelten die Finanzen und achteten auf die Ordnung. Die Leiter des Tanzhauses trafen eine mündliche Vereinbarung mit dem Besitzer des Hauses und mit den Musikern für eine bestimmte Zeit: In der Regel wurden die Musiker für einen kürzeren Zeitraum, z.B. für 10 Sonntage, angestellt, die Hausmiete konnte für ein Jahr oder länger festgetzt sein. Die Jugendlichen zahlten für die Örtlichkeiten und Musiker entweder mit Bargeld, oder Arbeitseinsatz oder Materialien.



Quelle:
Halmos 1992, S. 5-6, Übers. J.W.

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